Linux eine Alternative?

Soll ich umsteigen auf Linux?
Was ist besser, Windows oder LINUX?
Was ist denn LINUX überhaupt genau?

Diese Fragen stellte ich mir bereits vor genau 20  Jahren (oh Schreck lass nach – daran merkt man dass man selber auch „reift“ und nicht nur das Linux – Betriebssystem). Seit 1998 beschäftige ich mich mit Linux-Systemen und setze diese, wo immer sinnvoll, auch produktiv ein, damals noch SUSE, heute im wesentlichen Debian oder Ubuntu. Was Anfangs für mich interessehalber eher als Bastelei begann, ist heute bei uns produktiv und kostengünstig im Einsatz.

Ich nutze einfach gerne ein leistungsfähiges und stabiles Betriebssystem in Verbindung mit den unendlichen Möglichkeiten aktuell existierender Open-Source Software. Weshalb also nicht gleich ein Linux-System, anstelle von Windows mit seinem fürchterlichen, wie  vom Fliesenleger gekachelten und unausgereiften Desktop, bei dem sich die Oberfläche seit Windows 8 nicht so richtig entscheiden kann, ob sie nun Desktop oder lieber doch Tablett geworden wäre.

Genau genommen ist Linux ja nur ein Kern, der erst durch unzählige Software, d.h. entsprechende Anwendungen z.B. zu einem „Windows-ähnlichen“ Desktopbetriebssystem, wie z.B. Debian, UBUNTU und viele andere Distributionen ausgebaut wird. Doch genau wegen dieser Flexibilität bilden Linux Systeme inzwischen fast unbemerkt die Basis für sehr viele Geräte, wie z.B. Maschinensteuerungen, Unterhaltungselektronik Netzwerkgeräte usw.

Ich gehe inzwischen sogar soweit, zu behaupten, die „Windows-Welt“ alleine könnte oder würde ohne Linux überhaupt nicht mehr funktionieren. In den meisten Netzwerkgeräten, Routern, Firewalls, usw. arbeitet ein Linux Kern. Auch das Internet spielt sich bereits zu einem sehr großen Teil auf Linux-Servern ab. Durch die zunehmende Verlagerung von Anwendungen in die „Cloud“, also hinein ins Internet und weg vom eigenen Rechner, werden Betriebssysteme möglicherweise wieder „dümmer“ werden, wodurch sie dann auch ganz schnell zur Nebensache werden könnten. Weder Windows 8/8.1 noch Windows 10 ist bis jetzt im Unternehmen wirklich angekommen und manche Privatanwender sehen sich, nachdem XP tot ist und Windows7 auch bereits „im sterben liegt“, im Desktopbereich nach Alternativen um. Die Auswahl war ja hier auch noch nie so groß wie heute. Wenngleich Android- oder Apple Smartphones und Tabletts sind eine Alternative für den Heim-PC, doch sollte man bedenken, schon alleine durch die Baugröße, werden Desktop oder Notebook-Systeme auch weiterhin deutlich leistungsfähiger bleiben.

Für Linux spricht, dass nicht die Quantität sondern wohl eher die Qualität verfügbarer professioneller Anwendungen erst ein leistungsfähiges System ausmacht und es zu einer wirklichen Alternative werden lässt. Zudem findet man in Linux-Systemen fast überall freie offene Standards und bindet sich so nicht an ein bestimmtes System oder einen Hersteller.

Egal ob man nun nur Email, Office-Programme und Internet benötigt oder 3-D konstruieren, Grafiken bearbeiten, Netzwerke administrieren, Kunden mit CRM-System verwalten, Software entwickeln, mathematische Berechnungen durchführen, ein Flugzeug fliegen oder Klaviere stimmen möchten, ja selbst für ein exotisches Hobby findet man in der „Linux-Umgebung“ noch passende freie Software.

fake-microsoft-anrufe

ACHTUNG!!! Inzwischen haben wir 2018, genau 2 Jahre nach meinenm letzten Beitrag hierzu und es gibt Sie noch immer!

Die Anruf von Microsoft-Masche…

Heute früh ca. 10.00Uhr klingelt mein Telefon auf einer Durchwahl die in der Regel nicht genutzt wird…
Die Anrufende Nummer beginnend mit 000… scheint verdächtig, selbst wenn ich eine 0 für die Anlagenvorwahl wegnehme, dann ist da gefühlt noch immer eine zu viel.
In der Zwischenzeit reicht meine Kundschaft wohl bis nach Südafrika, aber die 005094890*** (vermutlich aus Haiti) ist mir nicht bekannt. Mit der Aussage „das kann nichts gescheites sein“ hebe ich trotzdem noch ab, obwohl gerade Kundschaft hier im Büro sitzt, einfach um zu sehen was da jetzt wieder für ein Telefonmarketing-Clown in der Warteschleife hängt.

Ich liege mit meiner Vermutung wohl nicht falsch, denn am anderen Ende der Leitung meldet sich in Englisch mit vermutlich Indischer Akzent… „Hello my name is Marc, i call you from Microsoft … “

Kaum zu fassen, die inzwischen schon recht alte „Microsoft“-Masche vor der ich schon seit Jahren die Kunden warne, wird wohl wieder oder noch immer praktiziert!

Schade eigentlich dass ich gerade Kundschaft im Büro hatte und weder Zeit noch die Nerven zu so was, sonst hätte ich das Spielchen rein interessehalber mal umgedreht und ein Stück weit mitgespielt. Wäre schon mal interessant, was der angebliche „Microsoft Mitarbeiter“ auf einer VM oder mit einem LINUX-Testrechner in einer DMZ so angefangen hätte.